Es begann alles mit einem Anruf von Heiko, der zukünftige Schwiegervater von Steffi´s Bruder .Er erzählte das Steffi`s kleine Nichte Joanna zu besuch war , und unterhielten uns noch eine Weile über dies und das . Steffi schaute mich an, meinte nur zu mir sie hätte Sehnsucht nach ihrer Familie.
So machte ich ihr kurzer Hand den Vorschlag,morgen nach Gera zu fahren. Gesagt getan rief ich noch mal Heiko an, um denen mitzuteilen, das wir Samstag Morgen in der Früh am Bahnhof stehen würden. Heiko und Kathrin waren von der Idee begeistert und freuten sich auf unseren Besuch .
Steffi machte sich nach dem Telefonat auf dem Weg, zum S-bahn Schalter in Buch. Dort lies sie sich den Fahrplan für die Reise nach Gera ausdrucken .Wir waren tierisch aufgeregt, da ich Steffi´s Familie noch nicht kannte. Man versuchte die Zeit bis zum Reisebeginn so gut wie möglich zu überbrücken, und wir fuhren noch schnell einkaufen . Wieder zu Hause angekommen legte sich Steffi noch mal hin, um etwas zu schlafen ,weil es würde eine anstrengende Nacht werden.Wir packten unsere Sachen zusammen und versorgten Tammy für das Wochenende .Nun machten wir uns auf dem Weg, es war inzwischen schon 23:04
Um 0:02 am Potzdamer Platz in Berlin angekommen, begann das erste Problem. Auf dem Fahrplan war kein Gleis angegeben.Also irrten wir erstmal herum. Die Zeit wurde verdammt knapp. Dann ging uns ein Licht auf,man sollte auch die Anzeigetafeln der Bahnhöfe genauer ansehen ,und sich vielleicht auch an die Nummer der Bahn orientieren , die auch auf unserem Fahrplan stand . Siehe da, es fuhr die Bahn Richtung Gera ein.Wir dachten nur,nochmal Glück gehabt.
Wir stiegen in der Nacht einige male um ,so auch in Leipzig . Dort hielten wir uns zwei Stunden auf. Holten uns eine Kleinigkeit zu essen bei Mc Donalds vor allem mein heiß geliebten Kaffee , und setzten uns in die Eingangshalle .Nun ging die Fahrt Richtung Altmark.Dort stiegen wir das Letzte mal um,und kamen dann um 7:55 auf dem Hauptbahnhof in Gera an.
Katrin die Frau vom Heiko stand schon auf dem Bahnhof, die uns herzlich in Empfang nahm . Bei denen angekommen gab es erstmal mal Frühstück. Steffi beschloss sich hinzulegen,und ein wenig zu schlafen, denn die Nacht war recht anstrengend. Während dessen wurde die kleine Joanna, die zwei Jahre alt ist, geweckt, die bis dahin noch am schlafen war. Sie kam in die Küche und machte große Augen, weil sie mich sah. Sie kannte mich noch nicht, aber es dauerte nicht lange bis wir uns anfreundeten . Die Kleine frühstückte ,wurde angezogen ,und durfte dann ihre Tante Steffi wecken,was richtig niedlich anzusehen war.
Wir machten uns start klar, um Gera zu erkunden. So fuhr man mit dem Auto dann direkt nach Gera rein ,Richtung Buga
(Bundesgartenschau). Wir parkten vor dem Gelände,und machten uns auf dem Weg zu Schloss Osterstein. Nachdem wir alle oben angekommen sind, sassen wir draußen vorm Restaurant auf der Terasse und stärkten uns mit Getränken und sehr leckerem Eis.Das Wetter war herrlich und angenehm warm.
Man hatte von dort oben ein herrlichen Ausblick. Ganz Gera konnte man von dort aus sehen. Doch wir wollten noch höher hinaus. Somit erklommen wir den Turm des Schloßes. So konnten wir uns auch einen Eindruck von der Buga machen . Die Tour ging weiter Richtung Strassenbahn, aber es war noch ein weiter Weg bis dahin . Trotz allem, das ich nicht geschlafen hatte ging es mir erstaunlich gut ,und war keines wegs erschöpft.
Nun begann die Stadtrundfahrt mit der Strassenbahn .Dort wurde eine Umfrage gestartet, ob man mit der Bugakarte fahren würde oder mit einem normalem Ticket. Steffi und ich antworteten,das wir mit dem normalen Ticket fahren. Nur Heiko ,der eine Sehbehinderung hat und somit keine Fahrkarte brauchte, da er einen Behindertenausweiss besitzt, und seine frau als Begleidperson mit nahm meinte nur “ ich fahre schwarz „, und fügte hinzu“ man soll immer die Wahrheit sagen“ . Ich kann euch sagen die Leute haben schon merkwürdig geschaut. Wir kamen aus dem Lachen nicht raus .
Langsam neigte sie die Tour durch Gera, dem Ende zu, und um alles schön abklingen zu lassen,grillte man abends zusammen, und man unterhielt sich noch Stundenlag .
Am nächsten Tag fuhren wir 5 dann zu Steffis Bruder für einige Stunden , der von alle dem nichts wusste, der sogenannte Überraschungseffekt . Nun standen wir dann vor der Tür, und Sabrina die Freundin vom Deniz machte auf ,und Steffi stürzte dann ins Wohnzimmer zu ihrem Bruder , der nicht mehr wusste was er sagen sollte ,er freute sich einfach das seine Schwester da war . Steffi ging dann als nächstes zu ihrem kleinen Neffen Justin der ein Jahr alt ist, er hat nur Bausteine gestaunt . man unterhielt sich und trank zusammen Kaffee. Nun war die zeit des Abschiedes gekommen ,und als wir schon fast unten waren, schrie Joanna und meinte,“ ich muss noch mal meine Tante Steffi drücken“ Natürlich ging Steffi noch mal schnell hoch ,und knuddelte die Kleine .
Heiko und Kathrin fuhren uns zum Bahnhof .Wir hatten noch ein wenig zeit ,und so löste man noch schnell das Wochenendticket ,und machten uns auf den weg Richtung Bahn . Dort viel uns der abschied ziemlich schwer. Kathrin sah ein wenig traurig aus , die zeit war viel zu kurz .Man fuhr Richtung Heimat.
Abends um 21:30 angekommen ,erwartete Tammy uns sehnsüchtig ,sie holte sich gleich ihre Streicheleinheiten, die sie die letzten zwei tage Nicht bekam. Wir packten unsere Sachen aus ,und sprangen noch schnell unter die Dusche, und fielen erschöpft ins Bett .
Ein wissen wir jetzt schon,nächstes Jahr, werden wir eine Woche lang Gera unsicher machen ,und Steffis Familie auf die Nerven gehen
Das war eine wirklich schöne Überraschung